Jakob Arjouni – Happy birthday, Türke! (1985)

9783257215441Inhalt

Kayankaya bekommt in seinem Büro Besuch von Ilter Hamul, die ihn bittet, den Mord an ihrem Ehemann aufzuklären. Schnell wird klar, dass der Tote mit Heroin gedealt hat. Doch wer hatte noch seine Finger mit im Spiel?

Schnellwertung

2/5 Punkte

Pressestimmen

FAZ: „Arjouni hat die Mythologie des Privatdetektivs geplündert, und er hat ohne falsche Ehrfurcht die Elemente benutzt, die er braucht. Und wo die unfreiwillige Parodie droht, setzt er einfach noch eins drauf, bis es wieder stimmt.“

Hintergrund

Arjouni war erst 19 Jahre alt, als er den Roman schrieb.
Der Roman wurde 1992 unter der Regie von Doris Dörrie verfilmt.

Frankfurt

Bahnhofsviertel
„Zum zweiten Mal an diesem Tag schaukelte mich die U-Bahn zum Hauptbahnhof. Dann stand ich am Ende der Roltreppe und am Anfang einer der Luststraßen, die ich hintereinander nach der Dirne durchsuchen mußte. Helles, saftiges Neon, Zentnerbusen, orgiastisch grunzende Frauen in Öl, rosa kolorierte Arschberge zogen sich links und rechts die Häuserwände entlang. Vor den roten Plüscheingängen verschiedener Clubs lehnten bleiche, ranzige Männer, um mit markigen Sprüchen die vorbeiziehenden Passanten zu einem Besuch anzuhalten. Stöhnen geschlachteter Tiere, von lauwarmen Discogeplärre untermalt, drang durch kleine, dröhnende Lautsprecher auf die Straße.“

Nieder-Eschbach
„Das Ehepaar Löff wohnt in Nieder-Eschbach. Ein Großstadt-Reihenhaus-Randgebiet. Die Nummern auf den hängenden Glas- oder Plastiklaternen vor den Häusern sind das einzige, was die beigen, aneinandergereihten Schuhkartons mit Ziegeldach unterscheidet.  Überall gepflegter, grüner, vier mal vier Meter großer Rasenteppich, eingerahmt von säuberlich angeordneten Blumensträuchern. Drumherum ein niedriger, dunkelbraun gebeizter Jägerzaun mit scharfen Spitzen, zu nichts anderem gut, als fallenden kleinen Kindern die Augen auszustechen. An langen Sommerabenden stinkt der Holzkohlengrill, und aufgeregte Familienväter hüpfen in dunkelblauen Trainingsanzügen, Wurst und Kotlett schwingend, durch den Garten.

(C) Anton Sahler, antonsahler.de

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